Plasmaspritzstrahl, Plasmaspritzen mit Chromoxid Cr2O3

Plasmaspritzen

Das atmosphärische Plasmaspritzen (APS) erfolgt durch die Ionisation eines Gases oder Gasgemisches wie Argon/Wasserstoff durch einen zwischen Kathode und Anode brennenden Lichtbogen. Durch die anschließende Rekombination der Teilchen werden große Energiemengen in Form eines Plasmastrahls frei. Dabei treten Temperaturen von ca. 20.000°K im inneren der Plasmaflamme auf, welche zum aufschmelzen von Werkstoffen mit hohem Schmelzpunkt erforderlich sind. Das Plasmaspritzen, welches sich durch hohe Auftragsraten auszeichnet, erzeugt qualitativ hochwertige und fest haftende Schichten für vielfältigste industrielle Anwendungen. Vor allem die Gruppe der Oxidkeramiken eignen sich besonders für dieses Verfahren. Häufig eingesetzte Werkstoffe oder dessen Paarungen sind:

  • Zirkonoxid - Wärmedämmschicht
  • Aluminiumoxid - elektrisch isolierend, Wärmedämmschicht, Verschleißschutz
  • Chromoxid - Verschleißschutz, chemisch sehr inert
  • Titanoxid - Verschleißschutz, keine statische Aufladung

Die keramischen Pulver lassen sich grundsätzlich in vier Gruppen unterteilen, die sich durch ihre chemische Zusammensetzung ergeben.

Durch Mischung der Pulver untereinander und/oder Beimengung anderer Werkstoffe, lässt sich das Spektrum der möglichen Anwendungen nahezu beliebig erweitern.

Wellen im Plasmaspritzverfahren mit Titanoxid beschichtet und anschließend bearbeitet.
Wellen im Plasmaspritzverfahren mit Titanoxid beschichtet und anschließend bearbeitet.